• P. A.

Medien manipulieren die Finanzmärkte

Aktualisiert: 6. Dez 2020


Ein Gastbeitrag von P. A.

27.11.2020

Es ist schon ziemlich beeindruckend, wie viel Geld eine banale Aussage einer mächtigen Stimme kosten kann. Würde Donald Trump heute twittern, dass er nichts mehr bei MC Donalds konsumiert, dann hätte dies bestimmt massive Auswirkungen auf den entsprechenden Aktienkurs des Unternehmens – wenn auch nur kurzzeitig. Sehr ähnlich verhält es sich, wenn sich Finanznewsportale oder Zeitungen bei scheinbar vertrauensvollen, zuverlässigen und transparenten Quellen Informationen einholen und diese ihren Leserinnen und Leser zur Verfügung stellen. Doch wie steht es um die Neutralität dieser Informanten? Weshalb werden immer wieder so viele Journalisten zur einseitigen Berichterstattung verleitet?


In den Finanzmärkten kommt es immer wieder zu massiven Kurskorrekturen und heftigen Ausschlägen, wenn es um Neuigkeiten rund um Corona oder dem politischen Parkett geht. Realistisch betrachtet betrifft dies jedoch nie sämtliche Markteilnehmer aus einer Volkswirtschaft. Substantielle Unternehmenswerte interessieren heutzutage den 0815-Anleger nicht mehr. Auch auf den Ratschlag des guten alten Finanzberaters von der Hausbank wird nicht mehr viel Wert gelegt – viel lieber vertrauen Herr und Frau Schweizer den Medien blind. Versucht ein Marktplayer die Mitwerber oder Anleger zu manipulieren, dann hat er ziemlich schnell die FINMA oder die Börsenaufsichtsbehörde am Hals – natürlich zu Recht. Ein Beispiel dazu finden Sie in folgendem Beitrag von Cleantinking.de. Für die Medienhäuser gelten diese Spielregeln jedoch nicht. Man könnte also sagen: „Die beste Variante, den Markt zu steuern, ist die inoffizielle Zusammenarbeit mit Medien.“ Natürlich ist es kaum vorstellbar, dass so etwas überhaupt vorkommt - zumal es ja höchst illegal wäre. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass auch aufgrund negativer wirtschaftlichen Entwicklungen finanzieller Profit erzielt werden kann. Wann es sich um rein spekulative Geschäfte handelt und wann gezielte Manipulationsstrategien ins Spiel kommen, lassen wir einmal so im Raum stehen. Fakt ist jedoch, dass nicht alle Reaktionen mit der Anlegerpsychologie aus den Lehrbüchern plausibilisiert werden sollten.


Gerade wenn es um das eigene, hart ersparte Vermögen geht, sollte man sich vielleicht einmal mehr fragen, aufgrund welcher Informationsbasis man Anlageentscheide fällt. Somit gibt es im Nachhinein kein böses Erwachen– denn wenn die Kleinanleger auf dem Markt reagieren, ist es meistens schon zu spät. Die „big players“ sind immer an vorderster Front.

Quellen: Persönliche Einschätzung unseres Gastautors


Bild: planet-wissen.de


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